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Golfstaaten

G-Mark für den Golf

Das G-Mark ist das Konformitätszeichen der Golf-Normungsorganisation und gilt für Produktkategorien, für die eine GSO-Technische Vorschrift existiert, derzeit vor allem Niederspannungsgeräte, Spielzeug und einige Bauprodukte. Ausgestellt wird das Zertifikat von einer benannten Stelle, und die Bestätigung ist an eine registrierte Erklärung im GSO-System gebunden. Für Produkte außerhalb dieser Kategorien greifen weiterhin die nationalen Verfahren, ECAS in den Emiraten und SASO mit SABER in Saudi-Arabien.

G-Mark, ECAS und SASO sind nicht austauschbar

Das G-Mark ist regional und deckt die von den GSO-Vorschriften erfassten Kategorien ab. ECAS ist das nationale Schema der Vereinigten Arabischen Emirate und erfasst mehr Produktarten. SASO läuft über die SABER-Plattform und verlangt zusätzlich eine sendungsbezogene Konformitätsbescheinigung.

Wer in mehrere Golfstaaten liefert, braucht deshalb meist mehr als ein Dokument. Die Prüfberichte tragen über alle, die Registrierungen nicht.

Die Umgebungstemperatur ist hier keine Formalie

Geräte für den Golfmarkt werden gegen höhere Umgebungstemperaturen geprüft als in Europa üblich. Bei Klimageräten, Kühlung und Netzteilen ist das der Punkt, an dem ein sonst identisches Produkt durchfällt.

Aus einem europäischen Bericht lässt sich diese Messung nicht ableiten. Sie gehört in die Kampagne, wenn der Golf zu den Zielmärkten zählt, und nicht in eine Nachprüfung.

Registrierung je Sendung gegen Registrierung je Modell

In Saudi-Arabien erzeugt SABER neben der Produktzertifizierung eine Bescheinigung pro Sendung. Das ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein laufender, und er gehört in die Logistikplanung des Importeurs.

In den Emiraten ist ECAS modellbezogen, mit Laufzeit. Der Unterschied wirkt klein und entscheidet in der Praxis darüber, ob eine Lieferung im Hafen wartet.

Wie die Kennzeichnung an der jeweiligen Grenze behandelt wird und welche nationale Registrierung daneben steht, beschreiben die Länderseiten: Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain und Oman.

Die Golfschemata im Vergleich

SchemaLandBezugLaufzeit
G-MarkGCC-weit, geregelte KategorienModellNach Zertifikat
ECASVereinigte Arabische EmirateModellBefristet
SASO mit SABERSaudi-ArabienProdukt und SendungSendungsbezogen

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Häufige Fragen

Ersetzt das G-Mark die nationalen Schemata?

Nur für die Kategorien, die eine GSO-Technische Vorschrift haben. Außerhalb davon bleiben ECAS und SASO maßgeblich, und in Saudi-Arabien kommt die sendungsbezogene Bescheinigung ohnehin hinzu. Für ein Sortiment über mehrere Kategorien sind meist beide Wege nötig.

Können wir unseren CB-Bericht verwenden?

In der Regel ja, als Grundlage für die elektrische Sicherheit. Ergänzt werden muss, was der Golf zusätzlich verlangt, allen voran die Prüfung bei erhöhter Umgebungstemperatur und die landesspezifischen Kennzeichnungsanforderungen.

Wer stellt den Antrag, Hersteller oder Importeur?

Praktisch läuft es meist über den Importeur, weil Registrierung und Zollabwicklung an ihm hängen. Der Hersteller liefert die technischen Unterlagen. Wo kein fester Importeur besteht, übernehmen wir die Rolle, damit die Zertifikate nicht bei einem einzelnen Händler liegen.

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