Lebensmittelzertifizierung in China: GACC-Registrierung

Die Registrierung auf der Plattform der Allgemeinen Zollverwaltung der Volksrepublik China verschafft dem Exporteur eine Registrierungsnummer, die auf die Verpackung gehört und den Behörden die Verfolgung des Produkts im Land erlaubt. Lebensmittelhersteller können sich erst registrieren, wenn ihnen ein Begasungszeugnis oder ein Pflanzengesundheitszeugnis aus dem Herstellungsland vorliegt.
Registrierung als Exporteur
China ist ein digitalisiertes Land und stellt ausländischen Herstellern eine Plattform zur Anmeldung bereit. Das erleichtert das Verfahren erheblich, die übrige Bürokratie nimmt es einem aber nicht ab. Die Registrierung läuft direkt oder über lokale Agenturen.
Nach der Registrierung auf der Plattform der Allgemeinen Zollverwaltung der Volksrepublik China (GACC) erhalten Sie eine Registrierungsnummer, die auf die Verpackung der Exportware gehört. Daraus folgen zwei Dinge: Die chinesischen Behörden können die Ware im Land verfolgen, und die Zollabfertigung geht schneller.
Eine Voraussetzung gibt es. Hersteller von Lebensmitteln, Fleisch, Getreide und dergleichen dürfen sich erst registrieren, wenn ihnen ein Begasungszeugnis oder ein Pflanzengesundheitszeugnis aus dem Herstellungsland vorliegt. Exporteure verarbeiteter Agrarerzeugnisse müssen der GACC zusätzlich ein Ursprungszeugnis vorlegen.
Prüfung
Das Quarantänezertifikat, das die Ausfuhr freigibt, wird auf Grundlage einer Prüfung vor Ort in einem dafür akkreditierten chinesischen Labor ausgestellt. Die Prüfung bestätigt die Qualität der Ware, und bei positivem Ergebnis stellt das Labor die Prüfberichte aus.
Die Kosten hängen vom geplanten Vertriebsweg ab, online oder offline, wobei ein Kunde auch beides wählen kann.
Bereiten Sie das Empfehlungsschreiben frühzeitig vor. Die chinesischen Behörden sehen es genau an, und es ist kein Dokument, das man zum Schluss in Eile aufsetzt.
Kennzeichnung
Zwei Anforderungen:
- das Etikett muss ins Chinesische übersetzt sein;
- eine Sonderkennzeichnung wie Eco oder Bio braucht zur Untermauerung ein Label Verification Certificate for Imported Food. Ohne dieses Dokument werden Gebühren fällig.
Unterlagen für die Zollabfertigung
- Ausfuhranmeldung;
- Rechnung;
- Frachtbrief, Konnossement oder Luftfrachtbrief;
- Ursprungszeugnis;
- Packlisten;
- Frachtrechnungen;
- Konformitätsbescheinigungen für das Produkt;
- Label Verification Certificate.
Was eine Sendung aufhalten kann
Die GACC kann die Einfuhr verweigern oder eine Sendung sperren, wenn in den Produkten verbotene Mikroorganismen, Zutaten oder Zusatzstoffe gefunden werden, oder wenn die vorgelegten Zertifikate und Etiketten fehlerhaft sind.
Der zweite Grund ist der vermeidbare, und er kommt häufiger vor. Ein konformes Produkt mit falschem Etikett wird genauso gestoppt wie ein nicht konformes.
Die erste Sendung dauert länger
Bevor Ware, die für den Einzelhandel bestimmt ist, zum ersten Mal auf den Markt gelangt, legt die Grenzstelle der Zollbehörde ein Registrierungsdossier für Inspektion und Quarantäne an.
Das dauert 10 bis 15 Werktage, einmalig bei der Ersteinfuhr, gehört aber in den Zeitplan der Markteinführung und darf ihn nicht im Nachhinein überraschen.
Quellen
- GACC, Allgemeine Zollverwaltung der Volksrepublik China, Registrierung eingeführter Lebensmittel
- GACC-Verordnungen Nr. 248 und Nr. 249 über die Registrierung ausländischer Lebensmittelhersteller
Häufige Fragen
Wozu dient die GACC-Registrierungsnummer?
Sie gehört auf die Verpackung der Exportware und erlaubt den chinesischen Behörden, das Produkt im Land zu verfolgen. Außerdem spart sie Zeit beim Zoll. Die Registrierung läuft über die GACC-Plattform, die ein Exporteur selbst oder über lokale Agenturen bedienen kann.
Was muss ein Lebensmittelhersteller vor der Registrierung vorlegen?
Ein Begasungszeugnis oder ein Pflanzengesundheitszeugnis, ausgestellt im Herstellungsland. Exporteure verarbeiteter Agrarerzeugnisse müssen der GACC zusätzlich ein Ursprungszeugnis vorlegen. Ohne diese Nachweise kommt die Registrierung nicht zustande.
Warum weist die GACC eine Sendung zurück?
Wenn in den Produkten verbotene Mikroorganismen, Zutaten oder Zusatzstoffe gefunden werden, oder wenn die vorgelegten Zertifikate und Etiketten fehlerhaft sind. Ware kann an der Einfuhr gehindert oder gesperrt werden, deshalb müssen Etikettenprüfung und Zertifikate stimmen, bevor die Ware auf die Reise geht.
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