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Leichtindustrie

Das Fernaudit im Werk für TR ZU 007 und TR ZU 017

Person am Laptop in einer Videokonferenz mit mehreren Teilnehmern auf dem Bildschirm

Die Werksprüfung aus der Ferne läuft als aufgezeichnete Zoom-Konferenz, deren Aufnahmen im Archiv der Zertifizierungsstelle als rechtlicher Nachweis dafür liegen, dass das Zertifizierungsschema eingehalten wurde. Sie hat dieselben zwei Stufen wie ein Audit vor Ort, die Prüfung des Qualitätsmanagementsystems und die Musterentnahme, und sie endet mit derselben Entscheidung.

Was ein Fernaudit ist

Eine Videokonferenz über Zoom, und zwar aufgezeichnet. Die Aufnahmen gehen in das Archiv der Zertifizierungsstelle und dienen dort als rechtlicher Nachweis dafür, dass das Zertifizierungsschema eingehalten und die Anforderungen von TR ZU 007 und TR ZU 017 erfüllt wurden.

Wie eine Inspektion vor Ort gliedert es sich in zwei Stufen:

  1. Prüfung des Qualitätsmanagementsystems;
  2. Musterentnahme.

Stufe 1: das Qualitätsmanagementsystem

Der Sachverständige stellt allgemeine Fragen zum Hersteller sowie zu den Unterlagen und Normen, nach denen dieser Waren für den Export in die fünf Mitgliedstaaten der EAWU fertigt. Diese Unterlagen werden vor der Kamera gezeigt.

Anschließend geht der Hersteller durch die Produktionsstätte, zeigt jeden Raum und jede Fertigungshalle und beschreibt, was dort geschieht. Sämtliche in der Fertigung eingesetzte Ausrüstung wird auf Video aufgenommen.

Wo Messmittel im Einsatz sind, müssen Kalibrierscheine vorgelegt werden.

Auf diese Stufe bereiten sich die meisten zu schwach vor. Mit einer Kamera durch ein Werk zu gehen und dabei jeden Bereich zu erklären, ist eine Übung, die eine Probe verdient, und ein fest aufgestellter Laptop im Besprechungsraum genügt dafür nicht.

Stufe 2: die Musterentnahme

Sie findet in dem Lager statt, in dem die Fertigwaren liegen.

Der Sachverständige lässt sich den Raum zeigen und dazu eine bestimmte Anzahl der deklarierten Produkte, Zusammensetzungen und Marken zur Identifizierung vor der Kamera. Einzelne Muster werden im Detail begutachtet, um die Kennzeichnung zu prüfen und zu bestätigen, dass die Produkte fehlerfrei sind. Für die Fehlerprüfung werden alle Nähte und jeder Aufdruck auf dem Produkt gezeigt.

Die Kennzeichnung muss den Anforderungen von TR ZU 007 oder TR ZU 017 entsprechen: Produktbezeichnung, Modell, Größe, Artikelnummer, Angaben zum Hersteller und ein Platz für das EAC-Zeichen.

Sind die festgelegten Muster geprüft, wählt der Sachverständige nach dem Zufallsprinzip aus, welche Muster in die Prüfung gehen, und lässt die erforderliche Anzahl für den Versand an das Labor verpacken.

Die Entscheidung

Ist die Inspektion abgeschlossen und sind die QMS-Unterlagen vorgelegt, entscheidet der Sachverständige, ob die Fertigungsstätte die Normen erfüllt und ob sie in der Lage ist, über die gesamte Gültigkeitsdauer des Zertifikats Produkte gleicher Qualität herzustellen.

Diese zweite Hälfte ist das, was das Audit tatsächlich bewertet. Es ist ein Urteil über die Beständigkeit des Werks über Jahre hinweg, gefällt aus einer einzigen aufgezeichneten Sitzung, und deshalb wiegen der Rundgang und die Kalibrierscheine ebenso schwer wie die Muster.

Die Entscheidung wird im Auditbericht zur Fertigungsstätte festgehalten. Fällt sie positiv aus, fährt der Hersteller fort und sendet Muster zur Prüfung an das akkreditierte Labor.

Quellen

  • TR ZU 017/2011, Über die Sicherheit von Erzeugnissen der Leichtindustrie, Eurasische Wirtschaftskommission
  • TR ZU 007/2011, Über die Sicherheit von Erzeugnissen für Kinder und Jugendliche

Häufige Fragen

Wie wird ein Fernaudit dokumentiert?

Die Videokonferenz wird aufgezeichnet, und die Aufnahmen bleiben im Archiv der Zertifizierungsstelle als rechtlicher Nachweis dafür, dass das Zertifizierungsschema eingehalten und die Anforderungen von TR ZU 007 und TR ZU 017 erfüllt wurden. Es ist kein formloses Gespräch.

Was will der Sachverständige in der QMS-Stufe sehen?

Die Unterlagen des Herstellers und die Normen, nach denen er arbeitet, danach einen Rundgang durch die Produktionsstätte vor der Kamera, jeden Raum und jede Fertigungshalle, mit einer Erläuterung dessen, was dort geschieht. Sämtliche Fertigungsausrüstung wird auf Video aufgenommen, und für Messmittel sind Kalibrierscheine vorzulegen.

Was passiert bei der Musterentnahme?

Im Fertigwarenlager lässt sich der Sachverständige eine festgelegte Anzahl der deklarierten Produkte, Zusammensetzungen und Marken zur Identifizierung vor der Kamera zeigen, begutachtet einzelne Muster im Detail auf Kennzeichnung und Fehler und wählt dann nach dem Zufallsprinzip aus, welche Muster in der erforderlichen Anzahl für die Prüfung verpackt werden.

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