Bekleidungszertifizierung 2025: was wirklich geprüft wird

Die Faserzusammensetzung ist keine Zeile auf dem Etikett, sie entscheidet, welche Prüfungen greifen und gegen welche Normen bewertet wird. Weicht die deklarierte von der tatsächlichen Zusammensetzung ab, wird kein Konformitätszertifikat ausgestellt, und eine falsche Kennzeichnung kann zusätzlich Bußgelder der Aufsichtsbehörden nach sich ziehen.
Die Zusammensetzung bestimmt das Prüfprogramm
Die chemische Zusammensetzung des Gewebes entscheidet, welche Prüfungen durchgeführt werden und gegen welche Normen der Artikel bewertet wird.
| Material | Bedeutung für die Prüfung |
|---|---|
| 100 % Baumwolle | In der Regel unkompliziert, leicht zu beurteilen, als sicher eingestuft |
| Synthetik, Polyester, Elasthan, Nylon | Prüfung auf toxische Substanzen erforderlich |
| Mischgewebe | Genaue prozentuale Aufschlüsselung jedes Bestandteils erforderlich |
Weicht die im Labor ermittelte Zusammensetzung von der deklarierten ab, wird kein Konformitätszertifikat ausgestellt. Eine falsche Kennzeichnung kann zusätzlich Bußgelder der Aufsichtsbehörden nach sich ziehen, die Folgen reichen also über den gescheiterten Antrag hinaus.
Das Etikett ist der Pass des Produkts
Es dient der Transparenz und der zutreffenden Information der Verbraucher und muss enthalten:
- die vollständige Zusammensetzung in Prozent;
- den Verwendungszweck, etwa Freizeit-, Nacht- oder Sportbekleidung;
- die Größe nach der einschlägigen GOST-Größennorm;
- die Pflegehinweise mit GOST- oder ISO-Symbolen;
- das Ursprungsland sowie Angaben zu Hersteller oder Importeur;
- die EAC-Kennzeichnung, sofern das Produkt nach den technischen Regelwerken der EAWU zertifiziert ist.
Die üblichen Fehler sind banal und trotzdem tödlich: fehlende Angaben in der Arbeitssprache der Union, falsche Pflegesymbole oder eine vergessene EAC-Kennzeichnung. Daran scheitern hochwertige Produkte, und genau das ist der ärgerliche Teil, denn am Kleidungsstück selbst ist nichts auszusetzen.
Was das Labor tatsächlich bewertet
| Prüfpunkt | Umfang |
|---|---|
| Faserzusammensetzung | Ob das Muster der Kennzeichnung entspricht |
| Physikalisch-mechanische Eigenschaften | Festigkeit, Verschleißfestigkeit, Waschbeständigkeit |
| Chemische Sicherheit | Freiheit von Formaldehyd, Schwermetallen, Tensiden |
| Hygienische Anforderungen | Besonders streng bei Kinderbekleidung, geprüft werden sogar Farbstoff- und Dampfmigration |
Die letzte Zeile ist der Grund, warum Kinderbekleidung ein deutlich aufwendigeres Projekt ist als Erwachsenenbekleidung und nicht bloß ein etwas strengeres.
Was vor dem Versand zu klären ist
Drei Prüfungen, alle billiger als eine Wiederholung:
- die Richtigkeit der Zusammensetzung und ob sie zur Produktkategorie passt;
- die Konformität des Etiketts mit GOST und den Regelwerken der TR ZU;
- welche Muster zu versenden sind, damit Sie keine Prüfungen bezahlen, die das Produkt nicht braucht.
Alles hängt hier an der Vorbereitung. Je genauer Muster und Unterlagen aufbereitet sind, desto schneller läuft das Verfahren, und ob ein Produkt im ersten Anlauf besteht oder eine Runde wiederholt, entscheidet sich, bevor irgendetwas das Labor erreicht.
Quellen
- TR ZU 017/2011, Über die Sicherheit von Erzeugnissen der Leichtindustrie, Eurasische Wirtschaftskommission
- TR ZU 007/2011, Über die Sicherheit von Erzeugnissen für Kinder und Jugendliche
- GOST- und ISO-Normen für textile Pflegesymbole und Prüfverfahren
Häufige Fragen
Warum bestimmt die Faserzusammensetzung die Prüfungen?
Weil unterschiedliche Materialien unterschiedliche Ansätze verlangen. 100 % Baumwolle ist meist unkompliziert. Synthetik, Polyester, Elasthan und Nylon erfordern eine Prüfung auf toxische Substanzen. Bei Mischgeweben muss der Anteil jedes Bestandteils exakt in Prozent vorliegen, bevor sich das richtige Prüfprogramm festlegen lässt.
Was passiert, wenn die Zusammensetzung nicht übereinstimmt?
Es wird kein Konformitätszertifikat ausgestellt. Ergibt die Laboranalyse eine Abweichung zwischen deklarierter und tatsächlicher Zusammensetzung, endet die Bewertung an dieser Stelle, und eine falsche Kennzeichnung kann über die gescheiterte Zertifizierung hinaus Bußgelder der Aufsichtsbehörden nach sich ziehen.
Was muss auf dem Etikett stehen?
Die vollständige Zusammensetzung in Prozent; der Verwendungszweck, etwa Freizeit-, Nacht- oder Sportbekleidung; die Größe nach der einschlägigen GOST-Größennorm; Pflegehinweise mit GOST- oder ISO-Symbolen; Ursprungsland sowie Angaben zu Hersteller oder Importeur; und die EAC-Kennzeichnung, sofern das Produkt nach den technischen Regelwerken der EAWU zertifiziert ist.
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