Bekleidung für die Laborprüfung vorbereiten: die Checkliste

Die Prüfung beginnt, bevor die Muster das Labor erreichen. Bewertet werden tatsächliche Kleidungsstücke, keine Beschreibungen. Die Muster müssen fertig konfektioniert, ungetragen und ungewaschen sein, die Zusammensetzung muss bis hin zu Futter und Nähgarn exakt vorliegen, und die Kennzeichnung muss vollständig und in der Arbeitssprache der Union abgefasst sein.
Muster: was genau beizustellen ist
Das Labor bewertet tatsächliche Bekleidungsmuster, nicht die Produktbeschreibung. Diese Muster sind die Grundlage der Ergebnisse im Prüfbericht.
- Halten Sie 1 bis 2 Exemplare je Modell bereit, T-Shirts, Kleider, Hosen.
- Die Muster müssen fertig konfektioniert und verkaufsfertig sein: mit Nähten, Zubehörteilen, Etiketten und Besätzen.
- Verwenden Sie Artikel, die weder getragen noch gewaschen wurden, direkt aus der Produktion oder einer fertigen Charge.
Sollen mehrere Modelle auf ein Zertifikat, etwa ein T-Shirt und ein Langarmshirt, klären Sie das vorab mit der Zertifizierungsstelle. Möglicherweise müssen Sie das Modell mit dem höchsten Risiko beistellen: jenes mit dem aufwendigsten Material oder Schnitt.
Zusammensetzung: die Fakten müssen zur Deklaration passen
Abweichungen zwischen deklarierter und tatsächlicher Zusammensetzung gehören zu den häufigsten Gründen für eine gescheiterte Zertifizierung. Um das zu vermeiden:
- prüfen Sie die genauen prozentualen Faseranteile, 95 % Baumwolle, 5 % Elasthan;
- geben Sie die Rohstoffbezeichnungen nach GOST an, davon hängen die Unterlagen ab;
- berücksichtigen Sie neben dem Oberstoff auch Futter, Besätze, Nähgarne und Zubehörteile.
Bereits 3 bis 5 % Synthetikfaser können verändern, welche Prüfungen erforderlich sind oder welches Regelwerk greift. Eine Vorabklärung ist günstiger als ein zweiter Durchlauf.
Kennzeichnung: die am häufigsten übersehenen Anforderungen
Jeder Artikel muss tragen:
- die Produktbezeichnung, etwa Damen-Sommerhose;
- die genaue Materialzusammensetzung;
- die Größenangabe;
- Pflegesymbole und Pflegehinweise im Text;
- das Ursprungsland;
- den Namen von Hersteller oder Importeur;
- die EAC-Kennzeichnung, sofern das Produkt unter die Regelwerke der TR ZU fällt.
Die Kennzeichnung muss stets in der Arbeitssprache der Union abgefasst sein, auch bei eingeführten Produkten. Verstöße führen hier zur unmittelbaren Zurückweisung und nicht zu einer Aufforderung zur Nachbesserung.
Unterlagen und Verpackung
Leicht zu unterschätzen und trotzdem Gegenstand der Prüfung, besonders bei Einfuhrware:
- eine Verpackung, die sicher und dicht ist und keine toxischen Stoffe enthält;
- ein Produktpass oder eine Gebrauchsanleitung, sofern das Regelwerk dies verlangt;
- der Vertrag mit dem Hersteller, die Versandpapiere, die Rechnung und die Lieferscheine, insbesondere bei internationalen Einfuhren.
Ein einziges fehlendes Dokument kann die Verweigerung der Zertifizierung oder eine Verzögerung der Prüfung bedeuten.
Das Prinzip hinter der Checkliste
Alles Vorstehende entscheidet sich, bevor das Paket verschlossen wird. Das Labor bessert kein Muster nach, vervollständigt kein Etikett und leitet keine Zusammensetzung her, es prüft, was ankommt, gegen das, was deklariert wurde, und jede Lücke dazwischen ist ein Durchfallen und keine Rückfrage.
Quellen
- TR ZU 017/2011, Über die Sicherheit von Erzeugnissen der Leichtindustrie, Eurasische Wirtschaftskommission
- TR ZU 007/2011, Über die Sicherheit von Erzeugnissen für Kinder und Jugendliche
- GOST-Normen für Rohstoffbezeichnungen und textile Prüfverfahren
Häufige Fragen
Wie viele Muster werden benötigt, und in welchem Zustand?
Ein bis zwei Exemplare je Modell. Sie müssen fertig konfektioniert und verkaufsfertig sein, mit Nähten, Zubehörteilen, Etiketten und Besätzen, ungetragen und ungewaschen, direkt aus der Produktion oder einer fertigen Charge entnommen.
Zählen Futter und Besätze zur Zusammensetzung?
Ja. Die genauen Faseranteile werden für den Oberstoff benötigt und ebenso für Futter, Besätze, Nähgarne und Zubehörteile. Bereits 3 bis 5 % Synthetikfaser können verändern, welche Prüfungen erforderlich sind oder welches Regelwerk greift, eine unvollständige Aufschlüsselung ist also keine kleine Auslassung.
Können mehrere Modelle auf ein Zertifikat?
Zum Teil ja, klären Sie das vorab mit der Zertifizierungsstelle. Unter Umständen werden Sie gebeten, das Modell mit dem höchsten Risiko beizustellen, also jenes mit dem aufwendigsten Material oder der komplexesten Verarbeitung, denn daran wird die Bewertung festgemacht.
Unklar, was für Ihr Produkt gilt? Schicken Sie es uns, wir sagen es Ihnen


