Zwei Zertifizierungsfälle: Haushaltsgeräte und Babynahrung

Drei Hindernisse treten bei Zertifizierungsprojekten immer wieder auf, und keines davon ist technischer Natur: Lieferanten zu finden, die sich auf ein langes Verfahren einlassen, Ingenieure zu koordinieren, die unterschiedlich schnell arbeiten, und einen Kunden davon zu überzeugen, dass internationale Prüfungen überhaupt sinnvoll sind.
Herausforderung 1: einen Lieferanten finden, der sich bindet
Viele Unternehmen tun sich schwer damit, Lieferanten zu finden, die bereit sind, die Ressourcen aufzubringen, die Berechnungen und internationale Zertifizierung verlangen.
Ein Hersteller von Haushaltsgeräten suchte über einen langen Zeitraum in den VAE und in China. Lieferanten lehnten die Arbeit wiederholt ab, nicht wegen des Preises, sondern weil das Zertifizierungsverfahren aufwendig und lang ist und sie kein langfristiges Projekt wollten.
Was die Blockade gelöst hat. Eine gründliche Suche, gestützt auf praktische Erfahrung und Referenzfälle, die den in Frage kommenden Lieferanten zeigten, dass die Absichten des Kunden ernst gemeint waren. Danach wurde das Projekt aktiv geführt: die Arbeit der Ingenieure verfolgt, Mängel benannt, auf das Tempo gedrängt, das der Terminplan verlangte.
Der Kunde erschloss neue Märkte, verbesserte seine Stellung und gewann größere Abnehmer.
Herausforderung 2: die Ingenieure koordinieren
Projekte laufen über mehrere Ingenieure, die unterschiedlich schnell arbeiten und unterschiedlich schnell antworten, und schon diese Streuung erzeugt Verzug.
Bei einem Kunden in den VAE waren zehn Ingenieure zu koordinieren.
Was die Blockade gelöst hat. Die enge Verfolgung der Arbeit und die Klärung von Problemen in dem Moment, in dem sie auftraten, statt erst zu den Prüfterminen. Das ist unspektakulär, und genau das hat die Ergebnisse termingerecht gebracht.
Herausforderung 3: einen Kunden zu internationalen Prüfungen bewegen
Manche Kunden sehen keinen Anlass für internationale Prüfungen und halten sie in ihren Absatzregionen für entbehrlich.
Das Argument, das trägt, ist kaufmännisch und nicht regulatorisch: internationale Zertifizierung verbessert die Stellung des Unternehmens, belegt die Konformität mit weltweit anerkannten Normen, öffnet zusätzliche Märkte und zieht größere Kunden an. Sie ist ein Wettbewerbsvorteil und keine reine Konformitätsausgabe.
Fall 1: ein Hersteller von Haushaltsgeräten
Die Probleme lagen bei der Verfügbarkeit von Lieferanten und beim Bedarf an internationalen Prüfungen.
Die Arbeit: eine fachliche Bewertung, die Organisation internationaler Prüfungen und ein in China beauftragter Dienstleister, der bei der Beschaffung der Unterlagen unterstützte.
Das Ergebnis: die erforderlichen Zertifikate lagen vor, der Markteintritt in den VAE gelang.
Fall 2: ein Hersteller von Babynahrung
Der Kunde kam mit Fragen und nicht mit einem definierten Projekt: was die Zertifizierung verlangt und wie die Verfahren ablaufen.
Die Arbeit: eine fachliche Bewertung, eine Einschätzung, ob eine Firmengründung in den VAE erforderlich ist, und eine Wettbewerbsanalyse der Produkte des Kunden.
Das Ergebnis: der Kunde verstand die Abläufe, konnte die Kosten vorausplanen und zertifizierte seine Produkte erfolgreich.
Der zweite Fall ist der lehrreichere. Technisch stand nichts in Zweifel; was dem Kunden fehlte, war eine Landkarte des Verfahrens und eine Kostenprognose, und dieser Mangel allein hätte das Projekt auf unbestimmte Zeit blockiert.
Quellen
- MOIAT, Ministerium für Industrie und Spitzentechnologie, Vereinigte Arabische Emirate
- Anforderungen der Verfahren ECAS und EQM für Konsumgüter und Lebensmittel
Häufige Fragen
Warum ist die Lieferantensuche ein Zertifizierungsproblem?
Weil die Zertifizierung lang und aufwendig ist und viele Lieferanten langfristige Projekte genau deshalb ablehnen. Ein Hersteller von Haushaltsgeräten suchte über einen langen Zeitraum in den VAE und in China, bevor er Partner fand, die bereit waren, Ressourcen für Berechnungen und internationale Zertifizierung einzusetzen.
Wie sieht die Projektführung bei solchen Vorhaben aus?
Sie besteht darin, Ingenieure zu koordinieren, die unterschiedlich schnell arbeiten und unterschiedlich schnell antworten. In einem Projekt in den VAE waren zehn Ingenieure abzustimmen; die enge Verfolgung ihrer Arbeit und die Klärung von Problemen im Moment ihres Auftretens haben den Terminplan gehalten.
Warum sträuben sich Kunden gegen internationale Prüfungen?
Sie halten sie in bestimmten Regionen für entbehrlich. Das Gegenargument ist kaufmännisch und nicht regulatorisch: internationale Zertifikate verbessern die Stellung des Unternehmens, belegen die Konformität mit weltweit anerkannten Normen, öffnen weitere Märkte und ziehen größere Abnehmer an.
Unklar, was für Ihr Produkt gilt? Schicken Sie es uns, wir sagen es Ihnen


