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Nahrungsergänzungsmittel nach Indien importieren: FSSAI und NOC

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Die Einfuhr von Nahrungsergänzungsmitteln nach Indien wird von zwei Dokumenten bestimmt: der FSSAI-Einfuhrlizenz, die nur an ein in Indien registriertes Unternehmen erteilt werden kann, und der Unbedenklichkeitsbescheinigung (NOC) der Einfuhrabteilung, die für die Zollabfertigung verlangt wird. Die Lizenz wird einmal erworben und gilt Jahre; das NOC hängt an der einzelnen Sendung.

Die zwei Dokumente

Für die Einfuhr von Nahrungsergänzungsmitteln nach Indien werden benötigt:

  1. eine FSSAI-Einfuhrlizenz, die nur an in Indien registrierte Unternehmen erteilt wird;
  2. eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (No Objection Certificate, NOC) der Einfuhrabteilung, für die Zollabfertigung.

Der Unterschied ist für die Planung wesentlich. Die Lizenz wird einmal erworben und gilt Jahre; das NOC hängt an der einzelnen Sendung.

Die sieben Etappen einer Einfuhr

  1. Die Zollbehörde lässt den Antrag auf Zollabfertigung zu.
  2. Beim Food Import Clearance System (FICS) der FSSAI wird ein Antrag auf ein NOC oder ein vorläufiges NOC gestellt.
  3. Ein bevollmächtigter FSSAI-Beamter prüft die Unterlagen.
  4. Der Beamte nimmt die Sendung in Augenschein und zieht Proben.
  5. Die Proben werden im Labor analysiert.
  6. FICS stellt das NOC oder das vorläufige NOC aus.
  7. Die Sendung wird verzollt.

Die Etappen 4 und 5 sind der Grund, warum sich ein NOC nicht vor dem Eintreffen der Ware beschaffen lässt: Beprobt wird die tatsächliche Sendung.

Unterlagen für die FSSAI-Einfuhrlizenz

Ein einführendes Unternehmen in Indien muss vorlegen:

  1. Lichtbildausweise der Lebensmittelunternehmer;
  2. einen Nachweis über die Rechtsform des Unternehmens, Gesellschaftsvertrag, Handelsregisterauszug, Gewerbeerlaubnis oder eine andere Registrierungsbescheinigung;
  3. einen Nachweis über die Verfügungsgewalt an der Betriebsstätte, Mietvertrag, Zustimmung des Vermieters, Versorgungsrechnungen;
  4. einen Plan für das Lebensmittelsicherheits-Managementsystem;
  5. eine Liste der hergestellten oder verarbeiteten Lebensmittel;
  6. Angaben zur Bankverbindung.

Die Lizenz wird für 1 bis 5 Jahre erteilt, je nach den Anforderungen des Betriebs.

Punkt 4 ist derjenige, der echte Vorbereitung verlangt. Es handelt sich um ein dokumentiertes System, nicht um eine Absichtserklärung, und es wird als solches geprüft.

Das NOC in der Praxis

Sobald die FSSAI-Lizenz vorliegt, bevollmächtigt der Importeur einen Zollagenten (Customs House Agent, CHA) durch eine Vollmacht, die auch an die FSSAI und deren bevollmächtigten Beamten gerichtet ist.

Nach Eintreffen der Sendung beantragt der CHA auf Grundlage des Frachtbriefs die Abfertigung bei der Zollbehörde. Der Zollagent besichtigt die Sendung und gibt sie nach Erledigung der Formalitäten und Entrichtung der Abgaben frei.

Importeur und CHA reichen anschließend online den Antrag auf Abfertigung und auf das NOC ein. Beide müssen sich zuvor online beim Food Import Clearance System der FSSAI registrieren, für den Importeur und für den CHA gibt es getrennte Formulare. Importeure geben dabei ihren IECODE zusammen mit den übrigen im Registrierungsformular verlangten Angaben an.

Quellen

  • FSSAI, Food Safety and Standards Authority of India, die indische Lebensmittelbehörde, Einfuhrlizenzierung
  • FSSAI Food Import Clearance System (FICS)
  • Directorate General of Foreign Trade, Indien, Importer Exporter Code (IEC)

Häufige Fragen

Kann ein ausländisches Unternehmen Inhaber der FSSAI-Einfuhrlizenz sein?

Nein. Die FSSAI-Einfuhrlizenz wird ausschließlich an in Indien registrierte Unternehmen erteilt. Ein ausländischer Lieferant benötigt daher eine indische Gesellschaft oder einen indischen Importeur, der die Lizenz auf seinen Namen hält. Die Lizenz gilt je nach den Anforderungen des Betriebs 1 bis 5 Jahre.

Was ist das NOC und wann wird es benötigt?

Die Unbedenklichkeitsbescheinigung wird vom Food Import Clearance System der FSSAI ausgestellt und für die Zollabfertigung einer Sendung verlangt. Sie folgt auf die Prüfung der Unterlagen, die Inaugenscheinnahme und Probenahme durch einen bevollmächtigten FSSAI-Beamten sowie die Laboranalyse der gezogenen Proben.

Welche Unterlagen verlangt der Antrag auf die FSSAI-Lizenz?

Lichtbildausweise der Lebensmittelunternehmer; einen Nachweis über die Rechtsform des Unternehmens, etwa einen Gesellschaftsvertrag oder einen Handelsregisterauszug; einen Nachweis über die Verfügungsgewalt an der Betriebsstätte; einen Plan für das Lebensmittelsicherheits-Managementsystem; eine Liste der hergestellten oder verarbeiteten Lebensmittel; und Angaben zur Bankverbindung.

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