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Haushaltsgeräte

Elektrische Sicherheit in mehreren Märkten zertifizieren

Umspannwerk mit Stahlgittermasten und Freileitungen als Silhouette vor dem Sonnenuntergang

Ein Produkt an die Elektronormen eines anderen Landes anzupassen, ist die Stelle, an der die meisten Zertifizierungsprojekte auf ihre ersten echten Kosten treffen. Steckertypen, Spannung und Kennzeichnung unterscheiden sich von Markt zu Markt, ein europäisches Gerät erfüllt die Anforderungen im Nahen Osten womöglich nicht, und eine Zertifizierungsstelle ohne belastbare Akkreditierung stellt ein Zertifikat aus, das nichts wert ist.

Anpassung an die Normen eines anderen Landes

Jedes Land hat eigene Normen zur elektrischen Sicherheit und eigene Produktanforderungen. Der Eintritt in einen neuen Markt verlangt häufig, das Produkt an die lokale Regulierung anzupassen, denn Steckertyp, Spannung und weitere Merkmale können deutlich abweichen.

Eine fehlerhafte Anpassung erzeugt Schwierigkeiten in der Zertifizierung und Verzögerung beim Markteintritt. Die teure Variante dieses Problems ist, es erst zu bemerken, wenn Werkzeuge und Verpackung bereits festgelegt sind.

Die Abhilfe. Prüfen Sie die im Zielmarkt geltenden Normen im Voraus und bestätigen Sie die Konformität des Produkts, bevor die Konstruktion eingefroren wird. Dazu gehört, die Normen zur elektrischen Sicherheit und die zugehörigen Kennzeichnungsanforderungen abzugleichen und die später verlangten Zertifikate und Prüfprotokolle vorzubereiten.

Vorbereitung der Unterlagen

Eine unvollständige oder fehlerhafte Dokumentenakte gehört zu den häufigsten Ursachen für Verzögerungen. Hersteller müssen einen großen Umfang an Informationen liefern: Prüfergebnisse, technische Unterlagen, Konformitätsbescheinigungen.

Die Abhilfe. Lassen Sie die Akte von Leuten zusammenstellen und auf Aktualität prüfen, die solche Einreichungen regelmäßig sehen. In aller Regel gilt: Je besser die Dokumente vorbereitet sind, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass das Verfahren in der Zertifizierungsphase liegen bleibt. Der Zusammenhang ist so unmittelbar.

Steckdosen und regionale Unterschiede

Unterschiedliche Steckdosentypen und Normen zur elektrischen Sicherheit erschweren die Zertifizierung von Produkten für internationale Märkte. Ein für den europäischen Markt gedachtes Produkt erfüllt die Anforderungen im Nahen Osten möglicherweise nicht.

Es geht dabei nicht allein um den Stecker. Spannungsbänder, die Praxis der Erdung und die von einem Markt anerkannten Normen weichen ebenfalls ab, und jeder dieser Punkte kann unabhängig von den übrigen eine Änderung erzwingen.

Die Abhilfe. Organisieren Sie Prüfungen und Unterlagen in einem Zug gegen alle regionalen Anforderungen statt nacheinander je Markt. Wer Markt für Markt vorgeht, wiederholt Arbeit, die sich hätte teilen lassen.

Wahl der Zertifizierungsstelle

Zertifizierungsprobleme entstehen auch bei der Stelle selbst. Es gibt Akkreditierungszentren ohne Substanz, und ein Zertifikat von dort ist ungültig, mit ernsthaften rechtlichen und finanziellen Folgen für den Hersteller.

Das ist die Asymmetrie, die man verstehen sollte: Die Folge eines ungültigen Zertifikats trifft das Unternehmen, dessen Produkt es abdeckt, nicht die Stelle, die es ausgestellt hat. Die Akkreditierung vor der Beauftragung zu prüfen, ist keine Due-Diligence-Formalität, sondern der einzige Punkt, an dem sich das Risiko noch vermeiden lässt.

Quellen

  • Normenreihen IEC 60335 und IEC 62368, elektrische Sicherheit
  • IECEE CB-Verfahren, zur gegenseitigen Anerkennung von Prüfberichten zwischen den Mitgliedsländern
  • ILAC, International Laboratory Accreditation Cooperation, zur Überprüfung der Laborakkreditierung

Häufige Fragen

Warum muss ein Produkt von Markt zu Markt angepasst werden?

Weil Normen zur elektrischen Sicherheit und Produktanforderungen von Land zu Land verschieden sind. Vorgaben zu Steckertyp, Spannung und weiteren Merkmalen weichen erheblich voneinander ab. Eine fehlerhafte Anpassung führt zu Schwierigkeiten in der Zertifizierung und zu Verzögerung beim Markteintritt, entdeckt wird sie meist erst, wenn die Werkzeuge schon gebaut sind.

Welches Risiko birgt eine unseriöse Zertifizierungsstelle?

Ein ungültiges Zertifikat. Es gibt Akkreditierungszentren ohne Substanz, und ein Zertifikat von dort zieht ernsthafte rechtliche und finanzielle Folgen nach sich, sobald ein Verstoß gegen die Zertifizierungsregeln festgestellt wird. Tragen muss diese Folgen der Hersteller, nicht die ausstellende Stelle.

Wie viel Dokumentation ist damit verbunden?

Ein erheblicher Umfang: Prüfergebnisse, technische Unterlagen und Konformitätsbescheinigungen. Eine unvollständige oder fehlerhafte Akte gehört zu den häufigsten Ursachen für Verzögerungen. Je besser die Dokumente vorbereitet sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Verfahren in der Zertifizierungsphase liegen bleibt.

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